Brandungsangeln

Ab dem 01.01.2017 gilt: Laut Artikel 7 der Verordnung (EU) 2016/1903 dürfen in der Freizeitfischerei nicht mehr als fünf Dorsche pro Fischer und Tag behalten werden. Im Zeitraum vom 1. Februar 2017 bis zum 31. März 2017 dürfen nicht mehr als drei Dorsche pro Fischer und Tag behalten werden.
Die o. g. EU-Verordnung gilt in allen Mitgliedsstaaten unmittelbar, es bedarf keiner gesonderten landesrechtlichen Umsetzung. Die EU hat die vertraglich vereinbarte Hoheit, Fischereiregelungen für die Seegewässer der Mitgliedsstaaten zu erlassen. Dem gingen Gespräche mit den Mitgliedstaaten voraus.

Regelungen für Veranstaltungen des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt e.V.

Grundsätze:

Die Einhaltung der Tier-, Natur- und Umweltschutzbestimmungen ist bei allen Veranstaltungsteilnehmern oberstes Gebot.

Entsprechend der oben genannten EU Verordnung 2016/1903 gelten für die Bundesländer Mecklenburg Vorpommern und Schleswig Holstein folgende Reglungen:
An den Küsten beim Brandungsangeln und auf See bei Angeln auf dem Kutter gelten in beiden Bundesländern folgende gleiche Regeln:
1.    Das Baglimit beträgt 3/ 5 maßige Dorsche pro Angler und pro Kalendertag.
2.    Ein übertragen/ übergeben mehr gefangener, maßiger Dorsche eines Anglers an andere Angler mit weniger gefangenen maßigen Dorschen, ist verboten!!
3.    Weitere zufällig gefangene Dorsche sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.
5.    Es dürfen auch keine später gefangenen Dorsche gegen schon getötete Dorsche ausgetauscht werden!!!
6.    Angler die jünger als 12 Jahre und noch nicht im Besitz eines eigenen gültigen Fischereischeins sind haben in beiden Bundesländern eine eigene Fangquote für Dorsch.  
        Die Aufsichtsperson muss im Besitz eines gültigen Fischereischein und einer gültigen Angelberechtigung sein.

Die Anzahl der gefangenen und getöteten Dorsche ist in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren.

Durch die Verantwortlichen der Meeresangelveranstaltungen sind im Vorfeld Informationen über die Fangmenge und Fanggröße von Dorschen einzuholen.
1. Landesportal Schleswig-Holstein unter:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/F/fischerei/faqDorschfangbegrenzung.html

2. Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittel und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern unter:
http://www.lallf.de/Verhalten%20beim%20Angeln.123.0.html

Im Einzelfall könnte dann das geltende Mindestmaß für den Dorsch erhöht werden.
Diese Veränderung ist allen Teilnehmern vor Beginn der Angelzeit rechtzeitig mitzuteilen und zu dokumentieren.

 

Erek Kelterer
Referent Meeresangeln