Volksstimme berichtet über Mitgliederversammlung des AV Osterburg - 17.01.2017

 

z.B. Angelverband Niedersachen berichtete dazu:

Die dort vorgestellten Themen und Problemfelder könnten zu 100 % auf unsere Vereine in Niedersachsen und vermutlich auch in Sachsen übertragen werden. Im Grunde ein ganz einfacher Regionalartikel, aber hier zeigt sich exemplarisch, wie viele Parallelen es zwischen unseren Angelvereinen und Verbänden gibt. Diese reichen im Artikel von Natura 2000 und Angelverboten über die Befahrbarkeit von Gewässerzuwegungen bis zu Gewässerpachten und Jugendarbeit etc.

Es ist wirklich gut, wenn man langsam wieder zueinanderfindet und gemeinsam die – wirklich gute Kompetenz – in den Verbänden nutzt.
Es hat mich richtig gefreut, wie schnell wir SA und Sachsen zueinander gefunden haben. Dazu gehören aber auch viel vorbereitende Gespräche.
Und ich denke, wir haben gemeinsam ein großes Interesse und auch viel Arbeit vor uns.
Es ist das freizügige Angeln und dessen Verbesserung.

Werner Klasing

 

 

Der Angelverein Osterburg hat sich am Wochenende durch ein breites Themenfeld geackert. Dabei ging es auch um das Angeln vom Boot aus.
Von Walter Schaffer
Quelle: http://www.volksstimme.de/lokal/osterburg/angeln-vom-boot-verein-stimmt-fuer-pilotprojekt


Osterburg l Der Angelverein Osterburg fungiert als Dachverein für insgesamt 28 Orts- und Betriebsgruppen. Diesen stehen zur Ausübung des Angelsports rund 500 Hektar gepachtete Wasserfläche zur Verfügung. „Dies ist eine sehr gute Bilanz“, machte der Vorsitzende Eckart Pefestorff während der Delegiertenversammlung deutlich. „Denn bei einer Mitgliederzahl von 1309 entfallen auf jedes Mitglied 3800 Quadratmeter Angelfläche“, begründete er. Falls sich zusätzliche Möglichkeiten für Gewässerpachtungen ergeben oder sich ein Gewässerkauf ankündigt, sollte der Vorstand informiert werden. Dafür gebe es im Landesverband Finanzen.
Wie Eckart Pefestorff betonte, stünden bei den Anglern die Hege und Pflege im Vordergrund. Die Umsetzung von „Natura 2000“ sei abzuwarten, die Angler mahnen aber an, dass ohne sie keine Entscheidungen getroffen werden sollten. Schließlich seien sie diejenigen, die mit ihrem Engagement für Ordnung und Sauberkeit an den Gewässern sorgen. In den Satzungen der Vereine seit festgelegt, wieviel ehrenamtliche Stunden jedes Mitglied zu leisten habe, die bei Nichterfüllung finanziell zum Wohle des Vereins abgegolten werden. Als gut wurde die Zusammenarbeit mit den zuständigen Naturschutz-und Fischereibehörden eingeschätzt, wobei die Schwerpunkte vom Aufbau stabiler Fischbestände bis zur Gewässerpflege reichen. Um das leidige Problem der Befahrbarkeit der Wege zu den Angelgewässern zu den Akten legen zu können, sprach Michael Lukas an, die Allianz von Landwirten, Anglern und Jägern zu pflegen. Jäger auch deshalb, weil diese zur Dezimierung der Kormoranbestände unerlässlich sind.
Die Zuwendungen des Landesangelverbandes wurden für die Gewässerpflege (8000 Euro) und für Besatzfische (19000 Euro) verwendet. Zudem gab es einen Zukauf von Satzfischen wie Karpfen, Schleie und Aale in Höhe von 3700 Euro durch den Osterburger Verein. Auch in diesem Jahr werden Mittel in der genannten Höhe zur Verfügung stehen.
Zwölf Prozent der Mitglieder im Osterburger Angelverein machen Kinder und Jugendliche aus. Für sie fanden speziell in Neukirchen Camps und Lehrgänge zur Ablegung des Jugendfischereischeines statt, wobei auch Erwachsene von den Prüfungen profitieren konnten. Insbesondere mit Blick auf die Nachwuchsarbeit gab es in diesem Zusammenhang ein großes Lob für die beiden Ortsgruppen aus Schönberg und Neukirchen, die sehr gut kooperierten. Dazu zählte auch die Vorbereitung und die Durchführung des Kreishegefischens an den Buhnen der Elbe. Als Termin für das diesjährige Kreishegefischen wurde der 13. August genannt. Das Jugendangelcamp wird vom 25. bis zum 27. August wieder in Neukirchen durchgeführt.
Aus der Diskussion darüber, ob ausnahmsweise an bestimmten Gewässern aus dem Boot heraus geangelt werden darf, ergab sich folgender Beschluss: Als Pilotprojekt werden ab dem 1. Mai und bis zum 31. Dezember in den beiden Seehäuser Ziegeleikuhlen und im See bei Wendemark Boote zum Angeln zugelassen, die entsprechenden Vorschriften und zeitlichen Vorgaben entsprechen. Mit 38 Ja- und 6 Nein-Stimmen wurde der Vorschlag angenommen.
Schließlich nutzte der Angelverein die Delegiertenversammlung auch dazu, Ehrungen vorzunehmen. Darüber berichtet die Volksstimme in einer ihrer nächsten Ausgaben.