ökologische Bildung beginnt bei den Kindern

Das zehn jährige Bestandsjubiläum 2018 der Horteinrichtung in Gröben im Burgenlandkreis fiel nicht ganz zufällig mit dem Start zu einem neuen Förderprojekt unter dem Titel „Schutz unserer Insekten“ zusammen. Denn in den vergangenen zehn Jahren haben Gerd Hauser vom Kreisanglerverein in Weißenfels und die Einrichtung schon so manche gute Idee zur ökologischen Bildung und Erziehung ausgebrütet und gemeinsam umgesetzt.

Als gutes Omen verstanden, knüpft das Projekt an den Namen der Einrichtung „Kunterbunte Forscherwelt“ an und gab beispielgebend eine Lösung im Kleinen, zu aktuellen Problemen im Großen. Mit selbst gebohrt-, geschraubt- und zusammengehämmerten Insektenscheiben und der dazugehörigen Bienenweide, geben unsere Kinder eine ökologische und zugleich kluge Antwort auf dringende Fragen der Gegenwart. In den ausgeräumten Agrarlandschaften von heute ist es ein Muss, Bienen, Hummeln und Schmetterlingen ein ausreichendes Nahrungsangebot über das ganze Jahr hin zu bieten.

Deshalb, so erfahren die Kinder, ist auch die richtige Samenauswahl wichtig. So bestehen die Mischungen aus ausgesuchten Blühpflanzen, die der Bienenweide mit ihrer Blühfreudigkeit und einem reichen Nektar- und Pollenangebot von April bis November einen besonderen Wert verleihen. Und ganz nebenbei lernen die Kinder, dass Hecken, Bäume, Sträucher und Blühpflanzen unentbehrlicher Lebensraum für Vögel, Insekten und viele weitere Tiere sind.

Dass Bienen nicht nur mit ihrem Honig einen leckeren Brotaufstrich liefern, sondern auch als Bestäuber vieler Pflanzen unersetzliche Dienste leisten, bleibt nicht unerwähnt. Ökologische Bildung findet nicht nur im Kopf statt, sondern ist auch ganz praktisch mit den Händen zu leisten und findet so nachhaltig Einzug in die Herzen.

Das wissen auch Gerd Hauser, die Erzieherinnen des Horts und die eingeladenen Gäste zu Auftakt des Projekts. Mit Frau Erben von der Stadt Teuchern und dem Präsidenten des LAV, Uwe Bülau, konnten sich prominente Partner vom Spaß und Engagement der Kinder überzeugen. Bleibt zu hoffen, dass die Aktion viele Nachahmer findet.  GJ