Bild: Projektleiter Steffen Zahn mit prächtigem Lachs

Probebefischung auf Lachs und Meerforelle in der Zerbster Nuthe

Zerbst, den 18.12.2019

Zur diesjährigen Probebefischung auf laichreife Lachse und Meerforellen in der Nuthe bei Zerbst, hatte das Institut für Binnenfischerei Potsdam Sacrow eingeladen. Mit dem laufenden internationalen "Jahr des Lachses" wollen Angler, Wissenschaftler und Naturschützer gemeinsam für mehr Verständnis und Akzeptanz für diese immer noch stark bedrohte Art in der Öffentlichkeit werben und zugleich einen Beitrag zur Realisierung des „Wanderfischprogramms des Landes Sachsen-Anhalt“ leisten.

Neben den Wissenschaftlern war natürlich auch der, das Gewässer betreuende Anglerverein, sowie interessierte Beobachter der Landesbehörden- und Betriebe zugegen. Auch mehrere Medienvertreter von Presse und Rundfunk begleiteten die Probebefischung, die in diesem Jahr mit besonderer Spannung erwartet wurde. Diese resultierte aus der wiederholten, anhaltenden Trockenheit über den Sommer und der Einschränkung des Wanderkorridors am Wehr in Geesthacht.

Bild: mit Geschick und geschultem Auge beim E-Fischen; Robert Wenzel mit Anode und Jens Windheuser am Ruder -  vom Istitut für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow

Bei der visuellen Gewässerschau konnte als gutes Zeichen, ähnlich wie im vergangenen Jahr, eine annähernd gleiche Anzahl frischer Laichkuhlen festgestellt werden. Bei der anschließenden Elektrobefischung hingegen, konnten nur 2 Meerforellen und ein Lachs angelandet und nach der schonenden Datenerfassung wieder zurückgesetzt werden.

  

Bild: Steffen Zahn mit Meerforelle                                                                         Bild: Steffen Zahn mit Lachs (Rogner)                                                                              

Die Meerforellen waren 55,5 cm & 56 cm lang und wogen zwischen 1.332 g und 1.708 g. Das Lachs-Weibchen (Rogner) war 0,8 Meter lag und brachte 4,014 kg auf die Waage.

Insgesamt werteten die Wissenschaftler um Projektleiter Steffen Zahn das Ergebnis in seiner Gesamtheit als befriedigend, unterliegen die Gewässer auch anderen natürlichen Schwankungen. Die deutlich geringere Fangquote ist nicht zwingend alarmierend. Anhand der frischen Laichgruben ist es wahrscheinlich, dass der Aufenthaltszeitpunkt knapp verpasst wurde. Dieser lässt sich nicht immer genau bestimmen. Um vollständigere Daten zu erhalten, läuft parallel ein elektronisches Monitoring, dessen Ergebnisse noch in die Gesamtbewertung einfließen werden.

Der Landesanglerverband stellt über die Fischereiabgabe jährlich ca. 14.000 € für den Besatz mit Junglachsen zur Verfügung. Über den seit nunmehr zehn Jahren kontinuierlich erfolgten Besatz berichteten wir kürzlich. Text und Bilder Gerhard Jarosz