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Erste Mitgliederversammlung 2026 mit richtungsweisender Entscheidung

Am 18. April 2026 zeigte sich Staßfurt von seiner freundlichsten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen folgten zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Vereine der Einladung zur Mitgliederversammlung des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt. Die sehr gute Beteiligung unterstrich einmal mehr die Verbundenheit der Mitglieder mit ihrem Verband – und das Interesse an den anstehenden Themen, die durchaus von weitreichender Bedeutung waren.

Zu Beginn begrüßte der Präsident die Anwesenden und stellte die aktuelle Entwicklung des Verbandes vor. Mit 48.272 Mitgliedern zum Jahresende 2025 konnte ein erfreuliches Wachstum verzeichnet werden. 1.021 neue Mitglieder sind im vergangenen Jahr hinzugekommen, darunter bemerkenswerte 511 Kinder und Jugendliche. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll die erfolgreiche Nachwuchsarbeit in den Vereinen und zeigen, dass das Angeln auch bei der jungen Generation nichts von seiner Faszination verloren hat. Ein greifbares Ergebnis dieser Entwicklung ist das inzwischen umgesetzte Fischinfomobil, das künftig verstärkt in Schulprojekten und der Vereinsjugendarbeit eingesetzt werden soll. Es bietet eine hervorragende Möglichkeit, Wissen über heimische Fischarten, Gewässerökologie und Naturschutz anschaulich und praxisnah zu vermitteln.

Im anschließenden Grußwort würdigte Staatssekretär Gerhard Zender die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Anglerschaft und Politik. Besonders hob er hervor, dass es gemeinsam mit dem Landesanglerverband und hier insbesondere mit der Geschäftsführung gelungen sei, Anpassungen im Fischereigesetz in bemerkenswert kurzer Zeit umzusetzen. Als Beispiel nannte er die Überarbeitung des Jugendfischereischeins, die einen wichtigen Beitrag zur Förderung des anglerischen Nachwuchses leistet und bürokratische Hürden reduziert.

Einen interessanten Blick über die Landesgrenzen bot der Vortrag von Heinz Pyka vom Anglerverband Niedersachsen. Er berichtete von den Erfahrungen seines Verbandes nach dem Austritt aus dem Deutschen Angelfischerverband vor rund zehn Jahren. Diese Ausführungen lieferten wertvolle Denkanstöße für die anschließenden Diskussionen und wurden von den Anwesenden mit großem Interesse aufgenommen.

Im Bericht des Präsidiums wurde deutlich, dass auch im Landesanglerverband zahlreiche Themen parallel bearbeitet werden. So wird aktuell nach Ausscheiden von Herrn Dr. Friedrichs-Manthey ein Referent für den Bereich Naturschutz gesucht – eine Aufgabe, die fachliche Kompetenz und persönliches Engagement erfordert. Darüber hinaus stehen organisatorische Themen wie diverse Schulungen (Ausbildung von Fischereiaufsehern, Weiterbildung der Kassierer, Lehrgang für Ausbilder & Mitglieder der Prüfungskommissionen) sowie politische Abstimmungen, etwa zur Anhebung der steuerfreien Kilometerpauschale für ehrenamtliche Tätigkeit, auf der Agenda. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung: Ziel ist die Schaffung einer ganzheitlichen Lösung, mit der Mitgliedsdaten in den Vereinen, Fischereierlaubnisscheine, Fangstatistiken, Arbeitseinsätze und Besatzplanung ebenso wie die Fischereiaufsicht und die Verwaltung von Aufwandsentschädigungen effizient erfasst und gesteuert werden können.

Den zentralen Punkt der Versammlung bildete jedoch die erneute Befassung mit einem Thema, welches den Verband bereits seit mehreren Jahren begleitet: der mögliche Austritt aus dem Deutschen Angelfischerverband. In einer sachlich geführten Diskussion wurden Argumente beider Seiten sorgfältig abgewogen. Schließlich folgte die Abstimmung, deren Ergebnis eine klare Sprache spricht: Mit 320 Ja-Stimmen bei 102 Gegenstimmen und 44 Enthaltungen wurde der Austritt beschlossen. Dieser soll zum 31. Dezember 2027 wirksam werden. Gleichzeitig wurde betont, dass die Entwicklung weiterhin beobachtet wird und eine erneute Bewertung im Rahmen einer zukünftigen Mitgliederversammlung möglich ist.

Der Landesanglerverband Sachsen-Anhalt versteht diesen Schritt ausdrücklich nicht als Rückzug, sondern als Neuausrichtung. Das Angeln, wie unsere Anglerschaft es bisher gewohnt ist, wird durch diese Entscheidung nicht beeinflusst. Der Gewässerfonds - nach wie vor eine Leistung des LAV ST - bleibt in seiner bekannten Form erhalten. Auch die Austauschangelberechtigungen mit den benachbarten Bundesländern werden wie herkömmlich verfügbar sein. Die Zusammenarbeit mit anderen Landesverbänden, insbesondere mit Sachsen, Thüringen, Niedersachsen und Bayern, soll künftig weiter intensiviert werden. Auch negative Auswirkungen auf die Öffentlichkeitsarbeit werden nicht erwartet. Für den Castingsport bestehen zudem alternative Möglichkeiten der internationalen Teilnahme über den organisierten Sportbetrieb. Am Ende blieb das klare Signal: Der Verband will seinen Kurs selbst bestimmen. Die Entscheidungen wurden sachlich getroffen und tragen die gemeinsame Verantwortung für Gewässer, Fischbestände und das Vereinsleben. Mit stabiler Mitgliederbasis und engagierter Jugendarbeit blickt der Landesanglerverband Sachsen-Anhalt zuversichtlich nach vorn.

Jenny Scholtbach
Redaktionsteam

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Heinz Pyka präsentierte in seinem Vortrag die Ausrichtung des AVN (Foto: Martin Schwabe)

 

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Vertreter des LAV ST begrüßen den Staatssekretär Herrn Zender auf der Mitgliederversammlung (Foto: Jens Frauendorf)

 

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